ED SHEERAN WILL KEINE POPMUSIK MEHR MACHEN

Hat andere Pläne
Auf seinem neuen Album soll keine Popmusik zu hören sein. Der Sänger erhofft sich damit die Erwartungen auf hohe Verkaufszahlen zu senken.

Er möchte wieder die Kontrolle übernehmen
Ed Sheeran ist DER Popstar schlechthin. Mit seinen drei Alben „+“ (Plus), „x“ (Multiply) und „÷“ (Divide) hat der 26-Jährige sich in den Pophimmel katapultiert. Und seien wir doch mal ehrlich: Man kann sich die Charts ohne den rothaarigen Musiker gar nicht mehr wirklich vorstellen … Doch jetzt soll sich plötzlich alles ändern? Der Brite möchte, dass auf seinem vierten Studioalbum keine Popmusik mehr zu hören ist. Das sagte Sheeran jetzt in einem Podcast-Interview gegenüber George Ezra. Der Grund dafür seien die hohen Erwartungen.

„Die nächste LP wird keine Pop-Platte, weil die Menschen dann erwarten, dass es noch erfolgreicher als ‚Shape of You‘ wird und sich noch besser verkaufen lässt. Wenn ich hingegen die Kontrolle übernehme und meinen Fans eine Low-Fidelity-Scheibe präsentiere, die ich über alles liebe, dann werden sie sich freuen. Die Pop-Welt hofft halt eben auf das nächste Album“, so der Musiker.

Label findet’s doof
Sheerans Plattenfirma Atlantic Records findet diese Idee im Übrigen nicht so gut: „Mein Label hasst es. Sie hassen es wirklich sehr. Sie wollen wieder ein erfolgreiches Pop-Album, aber ich denke das ist gefährlich!“ Gefährlich sei es, weil eine Karriere zu haben, die immer größer wird, einfach irgendwann stoppen kann. Ganz nach dem Motto: Wer hoch steigt, der fällt tief. Sheeran möchte nicht, dass ihm das passiert, weshalb er die Erwartungen seiner Fans und seines Labels kontrollieren will.

„Das Schlimmste ist, wenn die Leute denken, sie würden einen durchschauen“, so der Sänger. Sein großes Vorbild ist die Band Coldplay, die mit ihrer sechsten LP „Ghost Stories“ ihre Fans überraschen konnten, da es sich von all ihren vorherigen Platten unterschieden hat. „Ich habe Coldplay schon immer studiert – Coldplay sind einfach Genies. ‚Ghost Stories‘ war ihr künstlerischer Moment.“

Verkaufszahlen – wen interessiert’s?
Dem Musiker sind die Verkaufszahlen nicht so wichtig. Das sagte er zumindest. „Wenn sich das kommende Album nur eine Million oder 500.000 mal verkauft, ist das keine Niederlage, weil ich eine Platte gemacht habe, mit der ich keine hohen Verkaufszahlen erreichen wollte.“

Sein Werk „÷“ hat sich seit seiner Veröffentlichung im März 2017 7,5 Millionen mal und „x“ seit Juni 2014 sogar zehn Millionen mal verkauft. Dass sich ein neues Album von ihm – egal in welche Musikrichtung es geht – nur 500.000 mal verkauft, scheint also sehr unwahrscheinlich.


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